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TANDEMmia. Aufsuchende Seniorenarbeit in Aachen

Auf der Idee eines Tandems beruht das Projekt TANDEMmia: Zwei Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, die sich gegenseitig bereichern, ist die Idee dieser aufsuchenden Seniorenarbeit. TANDEMmia bedeutet zudem, dass es sich um mein persönliches Tandem handelt. Hier treffen sich Menschen auf Augenhöhe. Beide passen zueinander. TANDMmia  sucht den richtigen  Partner. 

TANDEMmia ist ein kostenloses Projekt, von dem alle Menschen der Städteregion Aachen profitieren. Es ist in der Werkstatt der Kulturen in der Nadelfabrik in Aachen beheimatet. Träger ist das Diakonische Werk im Kirchenkreis Aachen e.V.

In dem Projekt werden ältere Menschen regelmäßig besucht. Die Hausbesuche der Ehrenamtlichen dienen u.a. dazu, die Selbstständigkeit  der SeniorInnen zu erhalten, emotionale und gesellschaftliche Teilhabe weiter zu erleben und so der Vereinsamung und Isolation entgegen zu wirken. Die speziell geschulten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind nicht nur Anbindung und Kontakt, sondern auch Berater und informieren über geeignete Hilfsangebote im Alter. Durch die individuelle Zuwendung ist auch eine konkrete Hilfe möglich.

65 plus

Bild: Ingeborg Rüthers

TANDEMmia richtet sich an Senioren und Seniorinnen ab 65 Jahren mit oder ohne Migrationshintergrund, Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen Die Erstbesuche bei InteressentenInnen übernimmt Projektkoordinatorin Jessica Honnef. Sie vermittelt den SeniorenInnen eine passende ehrenamtliche Person für den regelmäßigen Besuchsdienst. Die fachliche und menschliche Begleitung bleibt natürlich für die gesamte Zeit der Tandem-Partnerschaft bestehen.

Die Ehenamtlichen sind motivierte Bürgerinnen und Bürger schenken Zeit und unterstützen ihre TandempartnerInnen, indem sie zuhören, vorlesen, gemeinsam spazieren.

„TANDEMmia setzt als Pflegeprävention da an, wo vorhandene soziale Netzwerke wie Familie, Freunde und Nachbarn die steigenden Bedürfnisse von älteren Menschen nicht auffangen können“, erklärt Heike Kessler-Wiertz, Leiterin der Werkstatt der Kulturen.

Jung trifft auf Alt

Mehr als ein Drittel der ehrenamtlich Engagierten sind StudentenInnen. Wo Alltagskompetenz und körperliche Leistungsfähigkeit nachlassen, engagieren sich zurzeit 35 aktive ehrenamtliche HelferInnen. Sie sind zwischen 21 und 70 Jahre alt und bis auf einen Mann alle weiblich.

Fast die Hälfte der ehrenamtlichen HelferInnen hat Migrationshintergrund. Das Projekt ist auch integrativ. die ältere Generation kann informell Sprachkenntnisse vermitteln oder beide können Brücken über vermeintliche kulturelle  Unterschiede bauen.

 „Ich bin froh, dass ich eine Zweit-Oma gefunden habe, die Geschichten von Früher für mich lebendig macht, weil ich meine Familie nur selten besuchen kann“ meint eine Maschinenbaustudentin und die Seniorin nickt: „Und ich fühle mich bei unseren Treffen immer zwanzig Jahre jünger.“

TANDEMmia erreicht eine hohe und positive Resonanz bei Freiwilligen und Senioren. Das Projekt reagiert nicht nur auf die Nachfrage nach sozialen Kontakten und Hilfestellungen im Alltag, sondern ist weiterhin in das Konzept der Pflegeprävention eingebettet, wodurch Bedarfe frühzeitig erkannt werden können und an andere Hilfsmaßnahmen weitervermittelt werden kann. Auch die Ehrenamtlichen werden durch die Tandempartnerschaft bereichert, sei es durch erhöhte interkulturelle Kompetenz, einen persönlichen Kontakt oder die persönliche Entwicklung und das Aneignen von Informationen rund um den Umgang mit älteren Menschen

Die Nachfrage ist groß

Die Nachfrage, insbesondere der Seniorinnen, steigt so kontinuierlich, dass der Bedarf an Ehrenamtlichen nicht ausreicht, um jeden älteren Menschen einen regelmäßigen Besuch anzubieten. Daher liegt ein Schwerpunkt der Projektleitung und Koordination in diesem Jahr auf der Akquise neuer ehrenamtlicher HelferInnen. Dazu braucht es ein Gespür für Begegnungsorte und Motivationsschnittmengen von Alt und Jung, Ansprechpartner für potentiell Interessierte und einen genauen Blick auf die tatsächlichen gesellschaftlichen Berührungspunkte zwischen den Generationen.

In Schulungen  zu Themen wie „Kommunikation“, „Umgang mit Demenz“,  „Eigene Grenzen erkennen und setzen“ werden die Ehrenamtlichen gefördert und begleitet.

Auch der Bereich der Sturzprophylaxe für Senioren wird besonders berücksichtigt. Dabei sind die Netzwerkarbeit und die gute Kooperation mit entsprechenden Angeboten und Partnern unersetzbar und wertvoll. In diesem Fall bietet der Stadtsportbund seit Jahren qualifizierte Dozenten, die den TeilnehmernInnen zusätzlich praktische und umsetzbare Übungen für die „Sporteinheiten“ bei ihren Besuchen mit auf den Weg geben.

Die Kommunikation und Vernetzung wird ständig vorangetrieben

Außerdem ist die enge Zusammenarbeit mit den Aachener Hochschulen, der katholischen Fachhochschule und der RWTH sehr wichtig.  Ein reger Austausch findet statt. Das Projekt wird somit konzeptionell und nachhaltig begleitet.

Schirmherrin ist seit 2013 die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.  

Für 2017 ist  eine Teilfinanzierung über den Verfügungsfond „Soziale Stadt Aachen-Nord“ möglich gemacht worden. Des Weiteren wurde in diesem Jahr ein Antrag zur Weiterförderung des Projektes durch die StädteRegion Aachen und den Städteregionsrat bewilligt. Trotzdem bleiben Spenden nötig, damit TANDEMmia bestehen kann. 

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Kontakt zu TANDEMmia

TANDEMmia
Aufsuchende Seniorenarbeit in der Stadt Aachen

Werkstatt der Kulturen
Frau Jessica Honnef
Reichsweg 30
52068 Aachen  
Telefon 0241/5652829-4

honnef@diakonie-aachen.de

homepage von TANDEMmia

Evangelische Stiftung für Kirche und Diakonie im Kirchenkreis Aachen

Geschäftsstelle:
Frere-Roger-Str. 2-4
52062 Aachen
Frau Hackländer
Tel.: 0241-4010352

Spendenkonto:
DE96 3905 0000 1071 6028 64
BIC: AACSDE33XXX